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60 Jahre Patenschaft Marienbad

Partnerstädte > Veranstaltungen 2014

Der Bad Homburger Oberbürgermeister Michael Korwisi begrüßte am 25. Januar 2014 die anwesenden Festgäste mit dem Zitat des italienischen Regisseurs Federico Fellini: „Niemand darf seine Wurzeln vergessen. Sie sind der Ursprung unseres Lebens.“ Diejenigen unter Ihnen, die vor fast 70 Jahren aus Marienbad und der Umgebung vertrieben wurden, haben ihre Wurzeln nicht vergessen. Sie haben sich die alte Heimat im Herzen und im Geist bewahrt, weil sie ein Teil Ihrer Identität ist.

„Die Übernahme der Patenschaft der Stadt Bad Homburg über die „Marienbader" ist damals nicht zufällig oder willkürlich gefallen, sie drückte vielmehr eine gemeinsame Verbundenheit der beiden Kurstädte aus", so Franz Pany in seinem Grußwort. Marienbad und Bad Homburg spenden aus ihren Quellen die gleichen natürlichen Heilkräfte, und es sind dieselben Leiden und Krankheiten, die dort und hier gelindert oder geheilt werden, habe Bürgermeister Horn 1953 über die Patenschaft gesagt.

Bad Homburg habe damals eine Patenschaft für Menschen übernommen, deren Hauptanliegen – neben der damals noch herrschenden Vorstellung der Rückkehr in die Heimat – vor allem die Wahrung ihrer Identität war. Heute könne die Patenschaft dazu beitragen, dass sich immer mehr jüngere Menschen für die Geschichte und familiäre sowie kulturelle Wurzeln interessieren. Die Patenschaft kann ein Brückenbauer für die Nachkommen auf beiden Seiten sein, sie kann das Zusammenfinden befördern und helfen, Wunden, die die Geschichte geschlagen hat, aufzuarbeiten.

1991 sei aus der Patenschaft sogar eine Partnerschaft erwachsen. Die erste in der Bundesrepublik „und dies nicht über die Köpfe der Patenkinder hinweg, sondern mit ihnen als Speerspitze der Versöhnung", wie damals die Frankfurter Rundschau schrieb.

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